Der Mail-Client Mozilla Thunderbird ist längst kein Geheimtipp mehr. Anderes gilt für manche Erweiterungen (Add Ons) und Tipps: Wenig bekannt, zugleich aber sehr nützlich.

Notiz an Email heften

Screenshot des X-Note Add ons: Ein Notizzettel ist an eine Email gehefted
X-Note: Erweiterung, die es erlaubt Kommentare zu Emails hinzuzufügen (wie schon 2005 von mir gewünscht). Sehr nützlich, sehr einfach.

Todo / Done Markierung

Screenshot: Liste der Nachrichten mit Stern-Symbol für unerledigte
Oft zweckentfremdet man die Funktion als gelesen/nicht gelesen markieren oder die Farbmarkierung um zu markieren, dass eine Email noch nicht fertig bearbeitet ist. Und damit macht man es sich umständlicher als nötig: Die “Stern”-Spalte erfüllt genau diese Funktion.

So geht es:

  1. Über das Symbol zur Spaltenkonfiguration (ganz rechts in dem Spaltenüberschriften zu finden) die Kennzeichnung einblenden
    Symbol mit zwei Spalten und einem Pfeil
  2. Das wars: Nun Nachrichten markieren nach Wunsch

Kannten Sie diese Möglichkeiten bereits? Haben Sie weitere Vorschläge? Dann hinterlassen Sie doch ein Kommentar!

Erwachsen werden

Mai 28th, 2008

Das Ziel der Erziehung ist als Eltern unnütz zu werden.
Erwachsen ist man, sobald man etwas macht, obwohl die Eltern es empfohlen haben.

Ein Praxisbericht zur Filterung von unerwünschter Emails mittels Thunderbird und domainFACTORY Filter. (Hinweis: Dieser Beitrag setzt Grundkenntnisse voraus. Fragen erwünscht!)

Über eintausend Junk Mails kommen täglich in meine Mailbox. Dank zwei guter Spam-Filter muss ich nur eine handvoll selbst wegklicken, meine Arbeit wird kaum gestört. Bis das so gut funktionierte habe ich unterschiedliche Erfahrungen gesammelt. Welche Lösung hat sich bewährt?

Einen Löwenanteil der unerwünschten Post sortiert der manuell konfigurierte Filter meines empfehlenswerten Hoster domainFACTORY (df.eu) aus. Die Mailserver nutzten mehrere Verfahren: Cloudmark, SpamAssasin, ASF und Reverse-DNS (Quelle: df.eu)
In meiner Konfiguration des Server-seitigen Filters gehe ich zweistufig vor:

  • Alle Mails, die einen X-Spam-Level von drei bis sechs erreichen in ein gesondertes Postfach, dass ich nur gelegentlich abrufe. Dieses wird wie auch alle nicht verschobenen Mails Client-seitig von Thunderbird erneut geprüft. Dabei wird der größere Teil der tatsächlich unerwünschten Post in in den Junk Ordner verschoben und dort nach einiger Zeit gelöscht. Da das Mailprogramm mein Adressbuch verwendet, sind false positives (also fälschlicherweise als Junk markierte Nachrichten) sehr selten.
  • Mails ab einem X-Spam-Level von sieben werden direkt gelöscht.

Das Festlegen dieser Werte basiert auf einer Analyse von 7000 erwünschten Emails (alle gefiltert ohne Blacklist, also ohne das direkte Löschen von verdächtigen Mails). Folgende Verteilung ergab sich für die von dem Provider in den Header geschriebnen X-Spam-Level Werte dieser 7000 Nachrichten. (Anzahl, erreichtes Level)

70 * (1)
21 ** (2)
15 *** (3)
06 **** (4)
00 ***** (5)
02 ****** (6)

Fazit: Nur sehr wenige erwünschte Mails erreichen ein Junk-Level von drei und mehr. Will man false-positives unbedingt vermeiden, sollte man Emails aber erst ab einem Spam Level von sechs oder sogar sieben und mehr direkt löschen (Blackhole Filter). Um nicht häufig unerwünschten Mails abzurufen, kann man diese bei niedriger Schwelle Emails auf ein gesondertes Postfach oder in ein gesonderten IMAP Ordner filtern (Redirect Filter). Eine das Adressbuch nutzende Zweitfilterung verdächtiger Mails hilft false positives zu vermeiden. Sowohl die Serverseitigen domainFACTORY Filter als auch der Client-seitige Thunderbird-Filter leisten dabei gute Erkennungsraten (im Sinne eines guten Verhältnisses von richtig erkannten unerwünschten Mails zu fälschlich markierten gewünschten Mails).

Was sind Ihre Erfahrungen: Stören Junk Mails ihre Email-Kommunikation? Wie lassen sich erwünschte und unerwünschte Mails effektiv trennen? Bewährt sich das hier vorgestellte Vorgehen für Sie? Benötigen Sie eine Schritt–für–Schritt Anleitung für die Einrichtung?

Ordnung dank Hierarchie

April 30th, 2008

Ein schöner Brauch aus dem alten Schifffahrtsrecht

Bei Entscheidungen besonderer Reichweite beruft der Kapitän den Schiffsrat ein, der aus nautischen Offizieren und dem leitenden Ingenieur besteht. Das Vorgehen ist dank einer aus der Hierarchie abgeleiteten festen Reihenfolge klar geordnet. Der Rangniedrigste äußert seine Meinung zuerst, zuletzt spricht der Kapitän selbst. Der psychologische Hintergrund dieses Brauches: Den Mächtigen wird nicht widersprochen. Beginnt der Chef, findet sich kaum alternative Meinungen.

Weiterführend zu Sicherheit: Wissenschaftlich zu Sicherheitskultur: Rainer Dietrich
Quellennachweis zur Nautik: Schiffahrtsrecht II von Johannes Müller, Joseph Krauss

Wohl ausgesuchte Software für Mac OS X

Deutsch-Englisch Wörterbuch: dict.cc Plugin bei lipflip.org (english) offline Deutsch-Englisches Wörterbuch. In das System integrierbar als Dictionary.App – somit kann Spotlight übersetzen. (Free)

FTP Programm: cyberduck.ch. Kostenloses, asugereiftes FTP Programm. (Free)

Code-Editor TextMate. Kostenpflichtiger, sehr vielseitig einsetzbarer Editor für den es mehr Tricks gibt, als Funktionstasten.

Tipp-Trainer Tipp10. Zehn-Finger-Schreiben lernen mit dem unter GPL-Lizenz stehenden Trainingsprogramm. (Free)

Haben Sie weitere Empfehlungen? Schreiben Sie ein Kommentar!

Linksammlungen zu (Windows-)Software gibt es tausende. Und alle sind umfangreicher als die Folgende. Das Besondere: Die empfohlen Produkte wurden sorgsam ausgewählt und fast alle über mehrere Jahre in der Praxis erprobt und für gut befunden.

Tipp10 10-Finger-Schreiben lernen. Übersichtliche, adaptive und kostenlose Software unter der GNU General Public License.

1by1 Einfacher Audioplayer, besonders gut um ganze Verzeichnisse abzuspielen. Klein, übersichtlich, gut funktionierend. Freeware.

ESET Smart Security Zuverlässige, System-Resourcen schonende und mittlerweile auch übersichtliche Antiviren- und Firewall-Lösung. Jahreslizenz: Etwa 40 Euro.

FileZilla Client Einfaches, aber gutes FTP Programm. Kostenlos unter der GNU General Public License.

Foxit PDF Reader Gute, schnelle Alternative zum Adobe Acrobat Reader

Free PDF XP PDF Dateien aus allen Anwendungen mit Druckfunktion erstellen. Basiert auf GhostScript. Freeware

JOE Größere Mengen an Dateien umbenennen. Nach etwas Einarbeitung, sehr nützlich.

Mozilla Thunderbird: Kostenlose Emailsoftware. Lässt sich individuell anpassen durch Erweiterungen (Empfohlen seien: XNote oder Messagenotes, Virtual Identitiy, Nostalgy, Mail Redirect, Lightning, Allow HTML temp). Kostenlos unter Mozilla Public Licence und anderen.

mp3tag Hilfreiche Software um MP3 Dateien zu benennen und zu taggen. Freeware

PC Zeit: Erfasst die Zeit, die man aktiv den Computer benutzt hat. Freeware.

QuickDic Deutsch-Englisch Übersetzungssoftware, die zwar an dict.cc und leo.org nicht heranreicht, aber auch ohne Internet funktioniert. Freeware

Topstyle Pro und Topstyle Light Quelltext Editoren. Die Lite Version (kostenlos) ist ein guter CSS Editor. Die empfehlenswerte Pro Variante (etwa 80$) eignet sich nicht nur für CSS sondern auch für XHTML, PHP und andere Dateiformate.

VideoLAN: Guter Videoplayer. Spielt viele Formate. Bedienung weniger überladen als bei vielen anderen Playern, dennoch etwas gewöhnungsbedürftig. Kostenlos unter der GNU General Public License.

Wecker Einfacher Wecker. Sehr praktisch. Freeware.

Paper Prototyping

November 22nd, 2007

(Aus dem Handout zu einem Referat über Paper Prototyping)
Vollständiges Handout zu Paper Prototyping, 275KB © 2007 lk

Paper Prototyping ist eine Methode in der Entwicklung von (Mensch-Maschine) Systemen mit der man bei geringen Kosten und relativ früh im Entwicklungsprozess Benutzer-Tests durchführen kann. Im PDF wird ein erste Überblick gegeben. Ausschnitte aus dem PDF im Folgenden:

In der psychologischen Forschung: User-Centered Design
Paper Prototyping wird verstanden als eine unter vielen Methoden zur Usability Evaluation. Weitere Methoden sind beispielsweise: Nutzungsszenarios, Eye Tracking, Experten Reviews, Interviews

In der Informatik: Klassisches und iteratives Vorgehen bei System-Entwicklung
Traditionell läuft Softwareentwicklung nach dem Wasserfall-Prinzip ab: Zunächst wird die Spezifikationen festgelegt, anschließend wird das Projekt realisiert und implementiert. Ein Zurück gibt es in einem solchen sequentiellen Modell nicht. Im Kontrast zu diesen Wasserfallmodellen (auch „Lifecycle Plans“) steht die Gruppe der iterativen (evolutionäre) Verfahren. Da man davon ausgeht, dass die genauen Anforderungen nicht vollständig vor der Entwicklung festgelegt werden können, überprüft man die Zielstellung regelmäßig. Ein solches Vorgehen ist die in ISO 13407 beschriebene “Benutzer-orientierte Gestaltung interaktiver Systeme”

Klassifikation von (Paper−) Prototypen

Horizontal & vertikal
Der Prototyp bietet nicht die volle Funktionalität des angestrebten Endproduktes. Vertikale Prototypen haben viele, aber unvollständige Funktionen.
Horizontale Prototypen: exemplarisch wenige Funktionen, aber vollständig

Revolutionär, Evolutionär & Inkrementell
Revolutionär: P. wird immer wieder neu entwickelt. „Throw-away-Prototypes“;
Evolutionär: Bestehender P. wird weiter entwickelt und geht in Zielprodukt über;
Inkrementell: Das finale Produkt wird parallel zu den Prototypen entwickelt

Look & Interaktion
Prototypen unterscheiden sich darin, wie realistisch sie aussehen (Look) und wie komplex und realistisch die Interaktion realisiert wird

Lacie Quadra externe Festplatte.

Technische Daten
Interface:
1 x eSATA
2 x FireWire 800 (9-pin)
1 x FireWire 400 (6-pin)
1 x USB 2.0 port
Plattendrehung (U/min): 7200
Cache: 16MB (?)

Pro und Kontra

  • + Verarbeitung; Wirkt sehr robust und gut verarbeitet. Schwer (1,5 kg) und stabil.
  • + Auto-off; Hat eine automatisch Ausschalten Funktion
  • - Lautstärke; Ist deutlich lauter, als eine ältere Vergleichsfestplatte (Samsung 160GB 5400 U/min in Alumni Laureate Gehäuse). Besonders großer Unterscheid im Zugriff (Bewegung der Lese/Schreibköpfe)
  • Qualität; Von drei bestellten Festplatten machte eine sehr komische Geräusche und musste ausgetauscht werden. Der E-Mail-Support von Lacie war hilfreich und schnell (danke an Herr kiddota)
  • Preis/Leistung Beides hoch (Viele Schnittstellen und mitgelieferte Kabel)

Zuletzt noch recht aufschlussreiche Benchmarks.
Testsystem: Samsung X30 WVC1500, Centrino 1500 Mhz mit Win XP Pro SP2. Firewire400 und USB 2. Virenscanner ausgeschaltet.

Samsung 5400er mit Firewire400, Lacie mit Firewire400, Lacie mit USB.
Samsung Festplatte in Alumni Laureate GehäuseLacie mit Firewire400Lacie mit USB2

Bescheidenheit

Oktober 26th, 2007

Der Erfinder des Fliegens richtete seine letzten Worte an seinen Bruder “Kleine Opfer müssen gebracht werden”. Kurz darauf stürzte er ab.
(Quelle: Ich habe meine Sache hier Getan: Leben und letzte Worte berühmter Frauen und Männer / Hans Halter)

PDF-Reader

Oktober 22nd, 2007

Worum geht es?
Die Microsoft Betriebssysteme (z.B. Windows XP, Windows Vista) können nicht ohne Zusatzprogramme PDF Dateien öffnen. Im Folgenden sollen eine Alternative zu dem populären PDF-Reader von Adobe vorgestellt werden.

Adobe Acrobat Reader vs Foxit Reader

Foxit Reader Adobe Acrobat Reader
Ladezeit +
Kompatibilität + ++
Werbung in der Software 0 ++
Farbgenauigkeit, Farbprofile 0 ++

Fazit
Der Foxit Reader ist fast immer eine gute Wahl, da er schneller lädt als der Adobe Reader und fast alle alltäglichen Aufgaben gut erfüllt. Lediglich bei speziellen Bedürfnissen, zum Beispiel der korrekten Wiedergabe von Dokumenten mit Farbprofilen, ist die Software von Adobe vorzuziehen.

Weitere Alternativen:
Puristen mögen sich den Sumatra Pdf/ Reader ansehen.