Erwachsen werden

Mai 28th, 2008

Das Ziel der Erziehung ist als Eltern unnütz zu werden. Erwachsen ist man, sobald man etwas macht, obwohl die Eltern es empfohlen haben.
Ein Praxisbericht zur Filterung von unerwünschter Emails mittels Thunderbird und domainFACTORY Filter. (Hinweis: Dieser Beitrag setzt Grundkenntnisse voraus. Fragen erwünscht!) Über eintausend Junk Mails kommen täglich in meine Mailbox. Dank zwei guter Spam-Filter muss ich nur eine handvoll selbst wegklicken, meine Arbeit wird kaum gestört. Bis das so gut funktionierte habe ich unterschiedliche Erfahrungen gesammelt. Welche Lösung hat sich bewährt? Einen Löwenanteil der unerwünschten Post sortiert der manuell konfigurierte Filter meines empfehlenswerten Hoster domainFACTORY (df.eu) aus. Die Mailserver nutzten mehrere Verfahren: Cloudmark, SpamAssasin, ASF und Reverse-DNS (Quelle: df.eu) In meiner Konfiguration des Server-seitigen Filters gehe ich zweistufig vor:
  • Alle Mails, die einen X-Spam-Level von drei bis sechs erreichen in ein gesondertes Postfach, dass ich nur gelegentlich abrufe. Dieses wird wie auch alle nicht verschobenen Mails Client-seitig von Thunderbird erneut geprüft. Dabei wird der größere Teil der tatsächlich unerwünschten Post in in den Junk Ordner verschoben und dort nach einiger Zeit gelöscht. Da das Mailprogramm mein Adressbuch verwendet, sind false positives (also fälschlicherweise als Junk markierte Nachrichten) sehr selten.
  • Mails ab einem X-Spam-Level von sieben werden direkt gelöscht.
Das Festlegen dieser Werte basiert auf einer Analyse von 7000 erwünschten Emails (alle gefiltert ohne Blacklist, also ohne das direkte Löschen von verdächtigen Mails). Folgende Verteilung ergab sich für die von dem Provider in den Header geschriebnen X-Spam-Level Werte dieser 7000 Nachrichten. (Anzahl, erreichtes Level) 70 * (1) 21 ** (2) 15 *** (3) 06 **** (4) 00 ***** (5) 02 ****** (6) Fazit: Nur sehr wenige erwünschte Mails erreichen ein Junk-Level von drei und mehr. Will man false-positives unbedingt vermeiden, sollte man Emails aber erst ab einem Spam Level von sechs oder sogar sieben und mehr direkt löschen (Blackhole Filter). Um nicht häufig unerwünschten Mails abzurufen, kann man diese bei niedriger Schwelle Emails auf ein gesondertes Postfach oder in ein gesonderten IMAP Ordner filtern (Redirect Filter). Eine das Adressbuch nutzende Zweitfilterung verdächtiger Mails hilft false positives zu vermeiden. Sowohl die Serverseitigen domainFACTORY Filter als auch der Client-seitige Thunderbird-Filter leisten dabei gute Erkennungsraten (im Sinne eines guten Verhältnisses von richtig erkannten unerwünschten Mails zu fälschlich markierten gewünschten Mails). Was sind Ihre Erfahrungen: Stören Junk Mails ihre Email-Kommunikation? Wie lassen sich erwünschte und unerwünschte Mails effektiv trennen? Bewährt sich das hier vorgestellte Vorgehen für Sie? Benötigen Sie eine Schritt–für–Schritt Anleitung für die Einrichtung?